Rechtsschutz


Gesetzlich geschützt vor Missbrauch sind Wappen analog dem Namensschutz gemäß § 12 BGB.
Voraussetzung ist das Bestehen des Wappens. Bei neuen Wappen bedarf es der (formlosen) Annahme des von einem Heraldiker oder selbst entworfenen Wappens. Es bedarf keiner behördlichen oder gerichtlichen Mitwirkung.

Der Wille zur Wappenführung muss jedoch klar zum Ausdruck kommen.


Wichtig: Die Annahme (Stiftung) eines Familienwappens ist eine einseitige Rechtshandlung, die einer hinreichenden Publizität bedarf, um wirksam zu werden und einen etwaigen Prioritätsanspruch gegenüber Dritten rechtlich durchsetzen zu können.

Es ist eine den Rechtsschutz erleichternde Publizität des Wappens erforderlich  (vgl. auch Handbuch der Heraldik - Wappenfibel, 19. Aufl., S. 143 ff.).

Grundsätzlich ist daher anzuraten, bei einer Stiftung das Wappen in einer anerkannten Wappenrolle registrieren zu lassen und somit auch eine Veröffentlichung des Wappens zu gewährleisten.Durch die Registrierung des Wappens sowie durch die folgende Publikation wird unter Beachtung des Ausschließlichkeitsgrundsatzes der Öffentlichkeit der Anspruch auf das bestimmte Wappen gezeigt. Dies gilt auch für ältere Wappen.